Sinnvolle Prävention

Intervention und Prävention sind zwei Seiten einer Medaille. Sollten noch keine Maßnahmen für ein betriebliches Notfall- uns Trauma-Management (BNTM) ergriffen worden sein, gilt es vorbeugende Maßnahmen zu entwickeln, um im Fall der Fälle bestens vorbereitet zu sein.

Zielsetzung des BNTM ist es, Sicherheit in der externen wie internen Kommunikation im Umgang mit existenziellen Krisen von Mitarbeitern zu gewährleisten, um Schaden vom Mitarbeiter und dem Unternehmen abzuwenden.

BNTM versteht sich als sinnvoller Baustein einer mitarbeiterorientierten Personalarbeit, als Baustein des betrieblichen Gesundheits- und Eingliederungsmanagements und gilt als Ausdruck der Unternehmenskultur. Durch die Implementierung des BNTM erfährt das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) eine entscheidende Stärkung, weil Fehlzeiten stark reduziert werden.

Ein funktionierendes BNTM ist Ausdruck von Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern und dient

  • der Bewältigung einer psychosozialen Krise;
  • die Gesundheit zu erhalten und/oder wieder herzustellen;
  • der emotionalen Entlastung;
  • der Rückgewinnung der Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit;
  • die Funktionsfähigkeit sozialer Systeme (Familie, Schule, Unternehmen) wieder herzustellen.

Diese Maßnahmen haben positive Auswirkungen und bedeuten

  • Stabilisierung auf ganzer Ebene;
  • Verringerung von Unfallrisiken;
  • schnelleren Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit und weniger Krankheitstage;
  • bessere Wiedereingliederung;
  • Sicherung der Produktion und
  • Reduzierung der Fluktuation.

In der Gesamtheit dienen alle Maßnahmen den Mitarbeitern, dem Unternehmen und der Arbeitgebermarke.

Herausforderungen und Lösungen

Mitarbeiter erwarten von Unternehmern und Führungskräften Lösungen bei diesen Herausforderungen. Unternehmer haben schon aus Sicherheits – und monetären Gründen ein Interesse an einer Lösung:

  1. Vorbereitet sein auf schwere Krankheiten, Unfall, Verlust, Tod und Trauer im Mitarbeiterstamm;
  2. Grundkenntnisse über die Psyche von sterbenskranken und trauernden Mitarbeitern;
  3. Persönlicher Kontakt mit der Familie des Betroffenen;
  4. Angemessen Kondolieren;
  5. Krisenkommunikation professionell managen;
  6. Sinnvolle Rituale bereithalten;
  7. Fürsorgepflicht des Arbeitgebers berücksichtigen (§§ 617 bis 619 BGB);
  8. Gefährdungsbeurteilung ausweiten (§§ 5, 6 ArbSchG);
  9. Externe und interne Hilfen für Betroffene bereithalten;
  10. Gesprächsführung beim BEM perfekt können;
  11. Team auf die Rückkehr des Betroffenen vorbereiten;
  12. Psychohygiene kennen und
  13. Netzwerke im Vorfeld aufbauen.