Die persönliche, mündliche Kondolenz gilt als einer der größten Herausforderungen für Unternehmensleitungen und Führungskräfte nachdem es einen Todesfall in der Familie des Mitarbeiters gegeben hat, oder der Mitarbeiter verstorben ist.

Kondolierende sind oft unsicher in Wort, Ton und Stimme, Gestik, Mimik und Körpersprache. Schon diese Fülle von möglichen Fettnäpfchen zeigt die Brisanz des Themas. Leider lernen wir in der Ausbildung, im Studium oder auf den Business-Schools nicht, wie wir angemessen und wertschätzenden Anteilnahme ausdrücken können.

Wie gehe ich auf die Trauernden zu und Was sage ich Wie in Welchen Ton?“ ist eine der meistgestellten Fragen.

Treffen trauernde Angehörige auf kondolierende Menschen sprechen amerikanische Trauerforscher von Extrembelastungen für beide Seiten. Jeder der das schon mal in der Familie oder im Unternehmenskontext mitgemacht hat, kann das gut nachvollziehen.

Da Trauernde in der Situation ein sehr gutes Gespür für das Wie und das Was haben, gilt es sich Zeit für die Vorbereitung zu nehmen. Trauernde wissen noch nach Jahren zum Teil wortwörtlich was die Geschäftsführung gesagt hat. Das gilt im Schlechten wie im Guten.

Präventiv empfiehlt es sich auf diese Situation vorbereitet zu sein. Wenn wir die Mitglieder des Arbeitssicherheitsausschusses und Führungskräfte in wertschätzender Kommunikation schulen, gehen wir genau auf diese Punkte ein.